Die Antwort in Kürze
Christen feiern Weihnachten, um die Geburt von Jesus Christus zu ehren, den sie als den Sohn Gottes und den Erlöser der Welt ansehen. Der Name leitet sich vom Mittelhochdeutschen „ze wihen nahten“ (in den geweihten Nächten) ab.
Obwohl die Bibel kein genaues Datum nennt, legte die Kirche im 4. Jahrhundert den 25. Dezember fest – vermutlich, um das Licht der Welt (Jesus) gegen heidnische Sonnenwend-Feste (wie Sol Invictus) zu positionieren.
| Menschwerdung Gott wird in Jesus ein Mensch, um den Menschen nah zu sein. |
25. Dezember Erstmals im Jahr 336 n. Chr. in Rom als Geburtsfest belegt. |
Fest der Liebe Symbolisiert Gottes bedingungslose Liebe zur gesamten Menschheit. |
Für Christen ist Weihnachten das Fest der Inkarnation (Menschwerdung). Gott, der Schöpfer des Universums, wird als hilfloses Kind Mensch. Dies zeigt, dass Gott sich nicht von der Welt abwendet, sondern mitten in das menschliche Leid und die Freude eintritt.
- Licht in der Dunkelheit: Symbolisch für Hoffnung und Neuanfang.
- Solidarität: Die Geburt im Stall zeigt Gottes Nähe zu den Armen.
2. Die Wahl des Datums
Die heidnische Theorie
Die Römer feierten am 25.12. „Sol Invictus“ (die unbesiegte Sonne). Die Christen wollten dieses populäre Fest durch ein christliches Fest ersetzen – Jesus als die „wahre Sonne“.
Die Berechnungstheorie
Alte Gelehrte glaubten, Jesus sei am 25. März (Tag der Verkündigung/Kreuzigung) empfangen worden. Rechnet man 9 Monate hinzu, landet man beim 25. Dezember.
Wie aus Glaube Tradition wurde
Der Tannenbaum
Entstand aus dem „Paradiesbaum“ mittelalterlicher Mysterienspiele. Die Äpfel erinnerten an den Sündenfall, das Grün an das ewige Leben.
Die Krippe
Vor allem durch den heiligen Franz von Assisi (1223) populär gemacht, um die Weihnachtsgeschichte anschaulich für das einfache Volk zu machen.
Das Schenken
Martin Luther förderte das Schenken durch den „Heiligen Christ“ (Christkind), um den Fokus weg von der Heiligenverehrung (St. Nikolaus) auf Christus zu lenken.
